Zebrafinken Berlin-Friedenau
Die möglichst genaue Kenntnis der allgemeinen Vererbungslehre und der Besonderheiten bei Farbschlägen der Zebrafinken ist die Voraussetzung für gute Qualität in der Zucht. Ohne dem bleibt alles ein Zufallsprodukt. Hähne haben zwei Geschlechts-Chromosome “X//X” und die Hennen nur ein “X//Y”. Bei der dominanten Vererbung liegt der Faktor für Grau auf beiden X-Chromosomen des Hahnes. Unab-hängig von der Farbe der Henne werden alle Jungvögel Graue sein. Die Henne verfügt nur über einen rezessiven Faktor auf dem einen X. Dem steht dann aber der dominante Faktor des Hahnes gegen-über und unterdrückt dieses Merkmal.  Merkmale auf dem X-Chromosom werden als geschlechtsgebun-dene Faktoren bezeichnet. Soll ein rezessives Merkmal sichtbar werden (Phänotyp), so muß es zweifaktorig vorhanden sein. In der Praxis bedeutet dies, dass z. B. Schwarzwange oder Schwarzbrust, nur über spalterbige Vögel gezogen werden können, wenn der Partner keines dieser Merkmale hat.   Beispiel: Schwarzwange Grau X Grau gibt nur Graue beiderlei Geschlechts, die spalterbig in Schwarzwange sind. Erst die Ver- paarung dieser Vögel untereinander führt zu Schwarzwange Grau. Schwarzbrust Braun X Braun gibt Braune, spalt in Schwarzbrust. Erst daraus können Schwarzbrust Braun gezogen werden. Schwarzwange ist der einzige Faktor, der Grau verdrängen kann. Trotzdem ist es kein dominanter Erbgang. Eine interessante Besonderheit für Isabel habe ich auf einer Web-seite in den USA gefunden. Der “USA-Typ” vererbt dominant und nicht autosomal rezessiv, wie der europäische Isabel. Zur Unter-scheidung wird er auch “Florida Fancy” genannt. Die weiteren Erläuterungen und Zuchtversuche von Roy Beckham sind hier als PDF-Datei zu finden (übernommen aus dem Englischen).
Vererbung bei Zebrafinken
Besonders deutlich wird es, wenn versucht werden soll, aus Pastell Grau X Hellrücken Grau einen Pastell Hellrücken Grau zu ziehen. Der dominante Pastellfaktor ist einfaktorig bei dem Hahn vorhanden, die Henne hat nur den rezessiven geschlechtsgebundenen Faktor für Hellrücken. Die F1 ergibt dann nur 25% Pastell Grau 0,1   Xmh+//y , S+//S 25% Grau 0,1    Xmh+//Y , S+//S+ 25% Pastell Grau 1,0, spalt Hellrücken 25% Grau, spalt Hellrücken 1,0  Xmh+//Xmh , S+//S+ Wie man sieht, vererbt der Hellrücken “über Kreuz”, ist von der Henne nur einfaktorig vorhanden und wird somit vom dominanten Pastellfaktor unterdrückt. Hellrücken ist im Phänotypus nicht vorhanden. Bei diesem verzweifelten Versuch kann dann schon mal, wie mir enttäuscht erzählt wurde, eine Zuchtsaison verloren gehen. Fortbildung sollte in jedem Vogelzuchtverein selbstverständlich sein. Die Realität ist leider nicht so. Will ich die gleiche Anzahl Hähne und Hennen in Pastell bekom- men, muß nur ein Grauer Hahn an eine Pastell Braune Henne gepaart werden. (Im Folgenden: “S” für Silber, “Z” für Braun. “Plus” heißt nicht vorhanden). Formel für 1,0 Grau: Xz+//Xz+ , S+//S+ Formel für 0,1 Creme: Xz//Y , S+//S Die Paarung ergibt in der F1: 25%   Xz+//Xz, S+//S+  Grauer Hahn, spalt in Braun 25%   Xz+//Xz, S+//S   Pastell Braun Hahn 25%   Xz+//Y, S+//S     Pastell Grau Henne 25%   Xz+//y, S+, S+    Grau Henne
Vererbung bei Zebrafinken
Die möglichst genaue Kenntnis der allgemeinen Vererbungs- lehre und der Besonderheiten bei Farbschlägen der Zebrafin- ken ist die Voraussetzung für gute Qualität in der Zucht. Ohne sie bleibt alles ein Zufallsprodukt. Hähne haben zwei Geschlechts-Chromosome “X//X” und die Hennen nur ein “X//Y”. Bei der dominanten Vererbung liegt der Faktor für Grau auf beiden X-Chromosomen des Hahnes. Unabhängig von der Farbe der Henne werden alle Jungvögel Graue sein. Die Henne verfügt nur über einen rezessiven Faktor auf dem einen X. Dem steht dann aber der dominante Faktor des Hahnes gegenüber und unterdrückt dieses Merkmal.  Merkmale auf dem X-Chromosom werden als geschlechtsgebun-dene Faktoren bezeichnet. Soll ein rezessives Merkmal sichtbar werden (Phänotyp), so muß es zweifaktorig vorhanden sein. In der Praxis bedeutet dies,  In der Praxis bedeutet dies, dass z. B. Schwarzwange oder Schwarzbrust, nur über spalterbige Vögel gezogen werden können, wenn der Partner keines dieser Merkmale hat.   Beispiel: Schwarzwange Grau X Grau gibt nur Graue beiderlei Geschlechts, die spalterbig in Schwarzwange sind. Erst die Ver- paarung dieser Vögel untereinander führt zu Schwarzwange Grau. Schwarzbrust Braun X Braun gibt Braune, spalt in Schwarzbrust. Erst daraus können Schwarzbrust Braun gezogen werden.
Besonders deutlich wird es, wenn versucht werden soll, aus Pastell Grau X Hellrücken Grau einen Pastell Hellrücken Grau zu ziehen. Der dominante Pastellfaktor ist einfaktorig bei dem Hahn vorhanden, die Henne hat nur den rezessiven geschlechtsgebundenen Faktor für Hellrücken. Die F1 ergibt dann nur 25% Pastell Grau 0,1   Xmh+//y , S+//S 25% Grau 0,1    Xmh+//Y , S+//S+ 25% Pastell Grau 1,0, spalt Hellrücken 25% Grau, spalt Hellrücken 1,0  Xmh+//Xmh , S+//S+ Wie man sieht, vererbt der Hellrücken “über Kreuz”, ist von der Hen-ne nur einfaktorig vorhanden und wird somit vom dominanten Pastellfaktor unterdrückt. Hellrücken ist im Phänotypus nicht vor-handen. Bei diesem verzweifelten Versuch kann dann schon mal, wie mir enttäuscht erzählt wurde, eine Zuchtsaison verloren gehen. Fort-bildung sollte in jedem Vogelzuchtverein selbstverständlich sein. Die Realität ist leider nicht so. Will ich die gleiche Anzahl Hähne und Hennen in Pastell bekommen, muß nur ein Grauer Hahn an eine Pastell Braune Henne gepaart werden. (Im Folgenden: “S” für Silber, “Z” für Braun. “Plus” heißt nicht vorhanden). Formel für 1,0 Grau: Xz+//Xz+ , S+//S+ Formel für 0,1 Creme: Xz//Y , S+//S Die Paarung ergibt in der F1: 25%   Xz+//Xz, S+//S+  Grauer Hahn, spalt in Braun 25%   Xz+//Xz, S+//S   Pastell Braun Hahn 25%   Xz+//Y, S+//S     Pastell Grau Henne 25%   Xz+//y, S+, S+    Grau Henne
Zebrafinken Friedenau |Berlin
Eine interessante Besonderheit für Isabel habe ich auf einer Web- seite in den USA gefunden. Der “USA-Typ” vererbt dominant und nicht autosomal rezessiv, wie der europäische Isabel. Zur Unter- scheidung wird er auch “Florida Fancy” genannt. Die weiteren Erläuterungen und Zuchtversuche von Roy Beckham sind hier als PDF-Datei zu finden (übernommen aus dem Englischen).